
Arianische Urchristen -
und heidnische Einflüsse abwehren
Der urchristliche Glaube wurde in den ersten Jahrhunderten von vielen tausenden überzeugten Christen gelebt, die ihr Glaubensbekenntnis genau kannten. Sie waren in Verbindung mit den von Jesus versprochenen Geistern der Wahrheit tief durchdrungen und kannten ganz genau die Lehre Jesu Christi.
Der Presbyter Arius wurde im 4. Jahrhundert nur deshalb so bekannt, weil er die allgemeine Überzeugung der Urchristen gegen die beginnenden heidnischen Einflüsse der Vielgötterei verteidigte. Durch sein gesamtes Erscheinungsbild hat Arius den damaligen Urchristen eine Stimme und ein Gesicht verliehen und mit großer Strahlkraft und Überzeugung konnte er biblisch seinen dargelegten Glauben einwandfrei bezeugen. Die damalige weit überwiegende Mehrheit lehnte diese heidnischen Einflüsse entschieden ab, was vor allem im vierten Jahrhundert deutlich öffentlich und auf Konzilen und Synoden bezeugt wurde.
Ein Beispiel:
In der Stadt Mainz waren im Jahr 450 die Gläubigen fast vollständig arianischen Glaubens. Es gab nur eine kleine katholische Minderheit, die sich nicht traute ihre Glaubensüberzeugung öffentlich zu leben.
Konzile und Synoden:
325 Konzil von Nicäa; Kaiser Konstantin wollte durch einen einheitlichen Glauben Ruhe in sein Herrschaftsgebiet bringen. Und so zwingt er die arianischen Bischöfe ein dreigötterisches Glaubensbekenntnis zu unterschreiben, das von ihm und seinem Hofbischof Hosius verfasst wurde, mit der Androhung: "Wer nicht unterschreibt - wird bestraft!" Die große Mehrheit der Bischöfe hatte keinen Mut zum Martyrium, beugte sich dem Terror, und auf diese Weise kam das greigötterische Glaubensbekenntnis von Nicäa in die katholische Kirche hinein.
Arius und diese Bischöfe weigerten sich zu unterschreiben: Sekundus, Theonas, Eusebius und Theognis. Sie wurden mit Verbannung bestraft.
~326 Arius sollte ursprünglich zum Bischof von Alexandria gewählt werden. Aus Bescheidenheit lehnt er dies ab, was sich im nachhinein als großer Fehler erweisen sollte. Später wurde stattdessen Athanasius, der sich innerlich noch nicht vom Heidentum seiner Vorfahren gelöst hatte, zum Bischof von Alexandria gewählt. Allerdings war diese Wahl unkorrekt, da nur sieben von vierundzwanzig Bischöfen an der Wahl teilnahmen. Um sein Bischofsamt zu festigen, inszenierte Athanasius in Alexandria wieder Straßenschlachten gegen die Altgläubigen, die man schon damals Arianer nannte, verhaftete und mißhandelte grausam arianische Bischöfe, ließ es zu, dass arianische Nonnen rücklings, kopfunter mit den Füßen an Pferderennwagen gebunden und zu Tode geschleift wurden.
327 Kaiser Konstantin sah ein, dass er mit seinem Unterschriftenbefehl eine noch viel größere Unruhe in die Christengemeinden heraufbeschwor. Deshalb veranlasste er eine Berufungssynode nach Nicäa, welche die fünf verbannten gottestreuen Männer rehabilitierte und in ihre Heimat zurückrief.
332 + 334 Kaiser Konstantin erfuhr das grausame Vorgehen des Athanasius und ließ ihn deshalb vor die Gerichtssynode laden. Aber Athanasius hatte Angst vor dem Urteil und erschien nicht. Dies war ein klares Schuldeingeständnis!
335 Kaiser Konstantin beruft eine weitere Synode nach Tyrus ein, wo Athanasius unter schwerer Warnung des Kaisers zwar erschien, aber sofort flüchtete, als die von ihm mißhandelten arianischen Bischöfe vor der Synode aussagten. Nun gingen dem Kaiser die Augen auf. Er bezeichnete in seinen Schriften den Athanasius als "todeswürdigen Verbrecher" und verhängte über Athanasius die Verbannung nach Trier.
336 Die Synode in Jerusalem beglaubigte erneut den Arius in seinem Kirchenamt. Arius und die christlichen Gemeinden erhofften nun endlich Frieden, aber da wurde Arius am Vortage seiner feierlichen Amtseinsetzung zum Bischof, von den Anhängern des Athanasius durch Gift ermordet. Dieser Märtyrertod des Arius machte eine Versöhnung der streitenden christlichen Kirchen unmöglich.
337 Am 22. Mai, Pfingstmontag, erkrankte Kaiser Konstantin schwer. Der kranke Kaiser ruft den arianischen Patriarschen Eusebius von Nikomedia, lässt sich von ihm taufen und stirbt als überzeugter Arianer.
338 Die Synode in Antiochia ...
341 ... und das berühmte große Kirchenkonzil in Antiochia bestätigen die arianische, urchristliche Lehre in vollem Umfang. An diesem Konzil nahm auch der Germanenapostel Wulfilas teil, der dort zum Bischof geweiht wurde.
353 Synode in Arles, bestätigt den arianischen, einpersönlichen Gottglauben. Außerdem wird Athanasius vom Kaiser wegen seiner wiederholten Vergehen als Bischof abgesetzt.
Sogar der römische Papst Liberius (Amtszeit: 352 - 366) unterschrieb das arianische Glaubensbekenntnis und exkommunizierte den Bischof Athanasius, der wegen weiterer Vergehen mehrfach exkommuniziert wurde.